Jetzt sind es nicht einmal 4 Monate bis zum geplanten Start der Tour. Es sind zwar noch einige Dinge Vorzubereiten. Aber einiges ist schon vollbracht.
Die richtig großen Ausgaben sind durch. Und vieles ist getestet.
Das wichtigste auf der Tour wird mein neuer Begleiter von Patria sein. Das Rad wurde nach meinen Wünschen gebaut und macht Spaß, auch wenn es echt Teuer war: Es ist das Wichtigste Teil auf der Tour. Leider gibt es ein paar Abzüge in der B-Note. Die von mir gewählte Übersetzung ist zu schnell und lässt sich leider nicht ändern. Das könnte an der einen oder anderen Stelle... *hust* Nordkapptunnel *hust* ...eine Herausforderung werden. Mal sehen.
Auch die 27,5" Bereifung stellt sich als nicht ganz einfach raus. Es gibt keine Faltreifen für Trecking bis maximal 2.0" Breite. Als Ersatz hätte ich gerne einen im Gepäck. Zum Glück habe ich letztes Jahr noch welche bekommen, die jetzt durch Drahtreifen ersetzt wurden. Und einer der alten Reifen kommt mit auf die Tour.
Da das Rad ein Riemenantrieb hat, darf auch ein Ersatzriemen nicht fehlen. Ketten bekommt man überall, einen passenden Riemen nicht unbedingt. Aber auf den Komfort (kein Öl, sauber) möchte ich nicht verzichten. Da mus ich auch noch raus finden, wie ich den am besten Transportiere, dass der nicht geknickt wird und mir nicht immer im Weg rumliegt.
Das ist noch nicht ganz durch, aber natürlich wird auch ne Menge Elektronik mitkommen. Aber zwei Sachen sind definitiv nicht dabei: Laptop (ein wenig Digital-Detox) und eine Drohne (aus geopolitischen Gründen). Das mit dem Laptop heist auch: Vermutlich wird es unterwegs nur Mastodon posts geben und die Karte hier auf der Seite.
Mit dabei ist allerdings ein vernünftiges GPS mit sehr langer Akkulaufzeit. Bei der Generalprobe waren knapp 2 Wochen drin. Eine Action-Cam. Mindestens 2x 10.000mAh Akkubänke und ein 65W USB-Ladegerät mit 2x USB-C. Eine Stirnlampe, Handy, E-Book reader. Und eventuell noch ein Fotoapparat.
Nach Gesprächen in unseren lokalen Outdoor-Laden ist nur ein Zelt durch das Ausscheidungsverfahren gekommen. Wichtig war mir, dass ich aufrecht sitzen kann, auch bei Regen auf- und abbauen kann ohne dass es im inneren des Zeltes nass wird.
Mein alter Schlafsack ist noch voll einsatzbereit und sollte Klimatechnisch ausreichen (4°C). Zusätzlich kommt ein Inlay mit (nochmal 5°C) und wenn das nicht reicht, wird halt mit langer Unterwäsche geschlafen. Da ich im Sommer im Norden bin, sollte das ausreichen. Wenn nicht, muss ich mir was unterwegs zulegen. Die Isomatte musste ich ja auf der letzten Tour ersetzen und ist daher quasi neu.
Und ganz wichtig ist der Luxus in Form eines Stuhls. Das hat sich als sehr wichtig herausgestellt. Nicht überall kann man sich hinsetzen und anlehnen.
Unterwegs wird mit einem schwedischen Brennspirituskocher gekocht. Ist meiner Meinung nach das sicherste und recht komfortabel. Brennstoff sollte überall zu erhalten sein. Notfalls muss halt Alkohol genommen werden.
Insgesamt 4 Satteltaschen, eine Querrolle und Lenkertasche sind fest eingeplant. Auf der letzten Tour hat sich das als ausreichend herausgestellt. Ein, zwei kleinere Taschen werden auch noch am Rad sein, um das Werkzeug, und selten gebrauchte Sachen aus dem Weg zu haben.
Allerdings haben sich die neuen Taschen vom großen O hier als nicht haltbar herausgestellt. Es gibt Scheuerstellen die schon sehr schnell durch sind! Die Satteltaschen vorne haben an den Stellen eine Platte aus Plastik. Die haben die hinteren Taschen nicht. Mal sehen, was der Hersteller dazu meint. Denn einfaches Flicken wird nicht lange halten.
Das ganz große Fragezeichen. Ein Paar lange Merino Klamotten kommen mit, das ist sicher. Und ach sonst ein paar wärmende Lagen. Nur die nehmen auch viel Platz ein. Aber irgendwie wird das schon untergebracht. Und am Ende hat man doch a) das falsche und/oder b) zu viel/wenig dabei. Ich bin in Europa unterwegs und kann doch hoffen, dass ich was einkaufen kann, wenn was fehlt. Im hohen Norden gibt es die Möglichkeit zwar nicht mehr, dann sollte ich aber ein besseres Gefühl dafür haben.